Geschichte des Kraftwerk Wehrden
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| Das Kraftwerk Wehrden wurde als reines Hüttenkraftwerk, durch die |
| Röchling´schen Eisen und Stahlwerke, im Jahre 1912 gegründet. Der |
| Standort Wehrden wurde gewählt weil hier alle notwendigen Voraus- |
| setzungen vorteilhaft zusammentrafen. Zum einem besaß die Völklinger |
| Hütte den größten Teil des erforderlichen Grundbesitzes, die nahe Saar |
| konnte die im Kraftwerkwesen wichtigen Kühlwasserbedürfnisse befriedigen, |
| zum anderen garantierte die damals im Röchling´schen Besitz befindliche |
| Grube Hostenbach eine bequeme Brennstoffversorgung. |
| Als erstes wurde ein Kesselhaus mit 6 Dampfkesseln errichtet die den |
| Dampf für die erste Turbine mit 5000kW Leistung lieferten. Vor Ausbruch |
| des 1. Weltkrieges begann die Stromlieferung an die Hütte von Wehrden aus. |
| 1916-1919 wurden 8 weitere Dampfkessel gleicher Bauart aufgestellt und |
| die Maschinenanlage um eine weitere 6000kW Turbine erweitert. |
| 1923 - 1925 wurde parallel zum vorhandenen Kesselhaus ein |
| weiteres mit 10 Kesseln und zwei 10 MW Turbinen errichtet. |
| Mit der Versorgung der Stadt Saarbrücken wurde am 30.04.1926 die |
| Kraftwerk Wehrden GmbH mit Sitz in Trier gegründet, das Stammkapital |
| von 6.000 RM übernahmen die damaligen Anteilseigner |
| 1500 RM die Röchling´sche Eisen- und Stahlwerke GmbH |
| 2250 RM die Stadt Saarbrücken |
| 2250 RM die Stadt Trier |
| die Stadt Saarbrücken und Trier waren verpflichtet, je 750 RM Anteil an die |
| Preußische Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (Preag) abzutreten. |
| In den Jahren bis zum Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Kraftwerk |
| ständig erweitert, ständig änderten sich auch ihre Anteilseigner und ihre Anteile |
| an der Kraftwerk Wehrden GmbH. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde mit vielen |
| Schwierigkeiten der Betrieb des Kraftwerk Wehrden wieder aufgenommen. |
| Bis zum Februar 1952 stand das Kraftwerk unter Sequesterverwaltung. |
| 1955 - 1958 wurde die Anlage um einen 150t/h Kessel mit Elektrofilter und eine |
| 25/32 MW Turbine erweitert. Die Abgabeleistung wurde damit auf 110 bis 120 MW |
| gesichert. Im Jahre 1958 wurde die Struktur der Gesellschaft so abgeändert, dass |
| die künftigen Gesellschafter in Wehrden die gleichen Rechte und Pflichten haben |
| sollten. Die Gesellschafts- und Stromlieferungsverträge wurden neu gefasst, die |
| Landkreise Saarbrücken und Saarlouis abgefunden und im Zuge der Eröffnungs- |
| bilanz zum 6.7.1959, das auf 15 Mio DM umgestellte Gesellschaftskapital auf die |
| drei verbleibendenGesellschafter mit gleichem Anteil aufgeteilt. |
| Am 27.06.1958 fiel die Entscheidung zum Bau eines neuen 110 MW-Blockes. |
| Im Zuge des Baues wurde das Kapital der Gesellschaft 1962 auf 22,5 Mio DM erhöht. |
| erhöht. Die Anteile der Gesellschafter betragen: |
| 7,5 Mio DM Röchling´sche Eisen- Stahlwerke GmbH |
| 7,5 Mio DM Stadt Saarbrücken |
| 7,5 Mio DM Vereinigte Saar-Elektrizitäts-AG |
| Am 20.11.1962 wurde die neue 110-MW-Blockanlage in Betrieb genommen. |
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